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Später: Dorffest unter Kastanien, irgendwo, nirgendwo. Bunte Lampen gegen Dämmerung. Roster, Bier und Sommerferienmusik im kühlen Abend. Die jungen Schönen rauchen abseits vor dem geschlossenen Gasthaus, erkunden das Leben. Licht durch melancholische Filter. Enjoy the silence.


Dann: Becherovka, eine einzelne Kerze, Mücken am Teich. Zeit zerfällt in Geschichten, bis das Schwarz der Bäume in den blauen Abendhimmel geflossen ist, Kälte die Haut streift, der Duft herbstlicher Dorfnacht von den Hügeln kriecht. Rauschende Wasser, Wiesen unter dem Mond.

Dann: Becherovka, eine einzelne Kerze, Mücken am. Zeit zerfällt in Geschichten, bis das Schwarz der Bäume in den blauen Abendhimmel geflossen ist, Kälte die Haut streift, der Duft herbstlicher Dorfnacht von den Hügeln kriecht. Rauschende Wasser, Wiesen unter dem Mond.

Erkenntnis immer wieder: Wenn man an einem Arbeitstag nach Canossa gehen muss, ist es gut, früh aufzubrechen.

Später hängt immer noch eine schmale Mondsichel über klarem Morgen. Nur langsam wird die Stadt lauter, die Höfe gehören noch den Vögeln. Jetzt: Aufwachen, sich ohne Kunstlicht langsam durch das Bunt kurz vor dem Sonnenaufgang denken. Noch nicht planen. Kommt gut in den Freitag!

Spätsommernacht. Im Hinterhof lärmen Teenager der Nachbarschaft. Musik auf einem Balkon. Gegenüber erhellt ein Bildschirm dunkle Zimmer. Die eigenen Gedanken turnen im Mondlicht über die glänzenden Dächer, unter weitem Himmel. Milde Stille am Ende eines vollen, schnellen Tages.

(... it's too late for rational sense ...)
youtube.com/watch?v=gAIzj4…

Noch hängt die Sonne hinter den Giebeln. Nebel zieht in Schwaden durch die Hinterhöfe, in den Nadelbäumen glänzen Wassertropfen. Es duftet nach Wald, und für den Moment ist die Stadt nicht zu hören, der Tag noch fern. Kommt ruhig in den Morgen!

Dann: Lichterketten an den Balkonen, wieder, wie späte Glühwürmchen in merklich kühlerer Luft. Unten tasten zwei Taschenlampenkegel durch die Hofnacht, begleitet von Flüstern. Oben steht eine Handvoll Sterne auf Himmelsdunkel. Alte Figuren suchen. Durchatmen. Gedanken neustarten.

Hallo September. Dein erster Morgen ist sonnig, klar, kalt. Unten laden Handwerker schweres Gerät ab. Hier füllen sich die wenigen Lücken im Tag, während der erste Kaffee kühlt. Hier: Mustersuche. Mit Maschinen sprechen. Über Antworten meditieren. Kommt gut in den Tag! 🙂️

Neue Nacht. Im Haus verhallen Schritte, leise Stimmen finden den Weg auf die Straße. Wieder mehr helle Fenster gegenüber. Ein neues junges Paar kocht in halb eingeräumter Küche. Auf dem Balkon glimmen letzte Sommerabendlichter. Abendstern, Wolkengestalten. Und der Duft von Laub.

Afternoon music for rainy days...
youtube.com/watch?v=_sPOUr…

Wolkenmorgen. Regen - immer noch oder schon wieder. Nachbar in Gummistiefeln trottet lustlos mit dem Hund um den Block. Jetzt: Gerade genug Licht in den Morgen bringen, um rote Fäden zu finden, ohne geblendet zu sein. Motivationsversuche vor dem ersten Kaffee. Habt es mild!🙂️

Aus dem Abend wurde Nacht. Im Hinterhof geht eine Flasche zu Bruch, grobes Gelächter begleitet das Klirren, ein Nachbar schimpft vom Balkon. Irgendwo plappert wieder eine Fernsehstimme viel zu laut Unsinniges. Nur sehr langsam wird es etwas ruhiger. Montag hinter dem Horizont.

Und wieder Transit. Dorf fällt zurück, Stadt formt das Bild. Schnelle Bewegung, eins mit den langen dünnen Wolken, aus denen eine milchige Sonne in die Welt blickt. Beton unter Rädern, dann Füßen. Es dämmert, und das Viertel schlendert durch die Ziellosigkeit des Sonntagabends.


Nacht ging, Dunkel blieb. Über den Hügeln liegt Nebel. Die Luft ist voller Wasser, das Gras und die Schuhe auch. Graue Fassaden an Straßen ohne Markierung, Feldsteine und altes verwittertes Holz. Ein Huhn auf eil- und ziellosem Spaziergang. Keine Menschen weit und breit.

Wieder Abend. Ein kleiner Kreis aus Licht am Haus. Dahinter verliert man sich und die Woche in tiefer Dunkelheit. Wenige Sterne am Himmel, wenig Widerschein auf dem glatten Rund des Teiches. Uralte vertraute Klänge und Düfte über allem, nass, erdig. Ringsum schläft das Dorf.

Kapuzenwetter selbst für Routinewege, etwa zur Mülltonne. Der Regen tropft von den Nadeln der Hinterhoftannen, sammelt sich zu Pfützen in zahlreichen Löchern, glänzt matt unter dem Wolkengrau. August der kalten Füße.

Flugzeug über den Höfen. Blinkende Lichter zwischen Fetzen aus Dunkelheit und Wolken. Ferner Klang, der sich in allabendliches Rauschen mischt. Wind schüttelt Wasser von den Bäumen vor dem Fenster. Nachbarn diskutieren mit müder Stimme. Jetzt: Unfertiges verbergen vor der Nacht.

Irgendwann dann. Zwischen Planen und Reagieren. Zwischen strahlender Sonne und heftigsten Regenschauern. Zwischen Straße und Grün. Aufgabe auf dieser Seite des Kalenders: Unstetes Eilen überwinden. Das Rauschen verstummen lassen. Ruhe als Möglichkeit in Betracht ziehen. Ankommen.

( Relating myself to myself and this morning again...
youtube.com/watch?v=7UgLrh… )

Zu hell. Zu laut. Blinzelnder Blick in den Morgen, wilder Himmel. Aus dem Gesicht waschen, was noch von der Nacht übrig ist, so gut es geht. Den Tag sortieren, auf halber Strecke über die Bedeutung von Reihenfolge und Prioritäten grübeln. Mehr Kaffee. Kommt gut in den Tag! 🙂️

Später. Barfuß auf dem Asphalt, so nah an Mitternacht. Vor dem Dönergrill sinnieren angetrunkene Hipster über Politik und den Zweck ihres Lebens. Gegenüber trottet ein herrenloser Hund in den nächtlichen Park. Erleuchtete Treppenhäuser, abweisende Türen. Frühe Geister der Nacht.
Kristian Rink friendica (via Twitter)
(Da ist so viel Stille in allem in dieser Stunde, die selbst die eigenen Stimmen, die laute Musik, den Herzschlag überdeckt. Im Garten streifen Waschbär und Igel durch das dichte Grün, und einige Straßen weiter atmet die Nacht ihre Dunkelheit in Geist und Seele...)

Dann ziehen wieder Wolken über den Garten. Wenig Restsonne, Berge aus Grau. Die Sonnenblumen überragen mittlerweile die Laube, Köpfe immer schwerer und voller Hummeln. Im Unterholz rascheln Mäuse, bleiben mit den Krähen das einzige hörbare Leben im Grün. Der Wind trägt Herbst.


The world is too old for us to talk about it with our new words.

Nebel über dem Viertel. Träge Sonne. Nur langsam flieht die Nacht.
#outerworld #photography #smartphonephotography #summermoveson

3861519
Kristian Rink friendica (via Twitter)
(Der Tag ist wach und kühl. Mechanische erste Aufgaben, Augenreiben vor der Schreibtischlampe. Mails und Termine und noch kein Kaffee. Zielfähnchen in die Stunden stecken. Loslaufen zum ersten Punkt. Habt es ruhig heute...!)
@kr428 Guten Morgen. Möge es ein guter Tag für dich sein. 🙂☕👋


Auch dieser Tag findet Stille. Füße auf kühlem Boden, vibrierende Erde spüren, und den Kopf näher am endlos hohen Nachthimmel. Stadtsterne ziehen über die Bäume, Schweigen hängt in den Höfen, graue Katzen und graue Nachbarn bevölkern diese Seite der Dämmerung. Rituale des Abends.


I would venture to guess that Anon, who wrote so many poems without signing them, was often a woman. - Virginia Woolf

"... is to see how far you come ..."
youtube.com/watch?v=Ix75Ma…
(following this to work to, today...)


Der Morgen ist laut. Schwere Fahrzeuge rumpeln in der Straße, Wind zerrt am Fenster, die Bäume hinter dem Giebel gegenüber neigen sich südwärts. Kalte Luft, graue Himmel, graue Dächer. Jetzt: Kopfüber in den Tag stolpern. Mit Kaffee. Und geschlossenen Augen. Habt es gut! 🙂️

Wieder Innehalten am anderen Ende des Tages. Dunkelheit voll Regen, blaues Licht aus der Kneipe auf den Pfützen, zerrissen, verwirbelt von Tropfen und Wellen. Wieder jener stadtferne Duft nach Erde und Wald. Wieder übertönt das Rauschen alles Künstliche. Urbilder vor der Nacht.

Montag. Bleicher Himmel, kein Wind, Morgenverkehr rauscht auf nasser Straße. Zwielicht im Heimbüro. Schwer, sich wieder an die Notwendigkeit von Lampen zu gewöhnen. Ferner: Kalendertetris, Fegen des Posteingangs, Zettelwirtschaft. Irgendwo anfangen. Habt eine gute Woche! 🙂️


... because it’s all too much and not enough at the same time.

Es regnet. Der Klang von Wasser ist Melodie und Rhythmus des Abends und übertönt den Rest der Stadt. Noch etwas Sonntag ist übrig. Noch ein paar Augenblicke tanzen wie schwache Schatten durch die trübe Welt, bevor sie in den Schlaf sinken. Mondlose Müdigkeit.


Wieder später: Vertraute Stadt am Ende der Straße. In Gedanken Bilder auf eine Landkarte legen, der Seele Zeit lassen, die Strecke aufzuholen. Brombeeren. Schwere Köpfe reifender Sonnenblumen. Gießwasser, von Büschen tropfend. Bilder und Klänge des frühen Abends.
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